Know-how bei Franchise-Partnern integrieren
System-Wissen managen und erfolgreich an wenden
Eines der wichtigsten Erfolgsfaktoren eines Franchise-Systems ist die Weitergabe und Anwendung von „Know-how“. Wissen ist keine statische, einmalig erschaffene Ressource. Wissen entwickelt sich dynamisch weiter. Je größer und älter ein Franchise-System wird, desto wichtiger wird auch das Erfahrungswissen der Partner, deren Anregungen und Verbesserungsvorschläge. Wissen bedeutet hier auch, alle Kenntnisse und Fähigkeiten aus dem Franchise-System zur Lösung von Problemen einzusetzen.
Um dieses Wissen multiplizierbar zu machen, muss es von der System-Zentrale strukturiert und systematisch gesammelt, aufbereitet, zur Verfügung gestellt und kommuniziert werden. Dabei geht es um das Wissen in den Köpfen der Mitarbeiter der Zentrale, das Systemwissen - im Franchise-Handbuch dokumentiert, das Erfahrungswissen der Partner und deren Mitarbeiter und das Wissen in sonstigen Dokumenten und Strukturen.
Erfahrungswissen
Gerade das Erfahrungswissen - von Fehlern und von den Besten lernen - gilt als erfolgkritische Größe in Flächen-Organisationen. Dieses Wissen ist oftmals nur wenigen Personen zugänglich – in der Regel dem Erfahrungsträger selbst.
Damit die Partner und die Mitarbeiter der System-Zentrale auch aktiv an der Weitergabe des Wissens (Systementwicklung) mitmachen, muss die System-Zentrale Anreize und Instrumente schaffen, die diesen Prozess attraktiv unterstützen.
Wissens-Management
Bei der Einführung eines Wissens-Management in einem Franchise-System geht es um ein Konzept zur Beschaffung, Organisation, Planung, Kontrolle und Steuerung der System-Wissensbasis mit der Aufgabe,
- das Wissen zu kommunizieren
- das Wissen anzuwenden
- das Wissen weiterzuentwickeln.
Einfaches Wissens-Management im Franchising
Aus verschiedenen Gründen wenden viele Systeme nur ein einfaches Wissensmanagement an. Hier bereitet die Zentrale das notwendige Wissen auf und kommuniziert dieses mit bestimmten Instrumenten an die Franchisepartner (s. Abb.1).

Das Wissen der Partner wird nicht systematisch in das Wissensmanagement eingebunden.
Interaktives Wissens-Management im Franchising
Gegenüber dem einfachen Wissens-Management, stellt die Zentrale beim interaktiven Wissensmanagement dem Partner Instrumente zum Informations- und Wissenstransfer zur Verfügung. Ziel hierbei ist es, das Erfahrungswissen der Partner systematisch zu sammeln, auszuwerten und allen Partnern zur Verfügung zu stellen (s. Abb. 2).

Die größte Herausforderung für eine Systemzentrale besteht jedoch darin, das Wissen in das Tagesgeschäft des Partners zu integrieren – es zu kultivieren.
Wissens-Management mit dem Ziel „Können“
Die Befähigung des Franchise-Partners das System-Wissen korrekt anzuwenden ist ein elementarer Baustein, um das Konzept zu multiplizieren - unabhängig von außergewöhnlich talentierten Franchise-Partnern. Was nützt ein gute Wissensdokumentation, ein perfektes Franchise-Handbuch, Wiki, Schulungen usw., wenn die Partner das Wissen nicht in der Praxis anwenden. Hier geht es um das „Können“. Die Befähigung des Partners, das Wissen anzuwenden und regelmäßig zu integrieren. (s. Abb. 3).

Daher kann das Ziel eines Franchise-Gebers nur sein ein Wissensmanagement zu installieren, das seine Partner in die Lage versetzt, System-Know-how anwenden zu können.

